Wasserwacht

Cham

Preßluftflaschen können nur in Regensburg, bei der Fa. Linde, gefüllt werden.
Zu diesem Zweck werden die Flaschen (2 Mutterflaschen je 40 Liter, 150 atü) in der alten Landwirtschaftsschule in der Propstei-straße gelagert. Die Fa. Otto Scherbauer holt die Flaschen ab und nimmt sie mit nach Regensburg, nach einigen Tagen bringt sie sie dann wieder zurück (erstes vorhandenes Schreiben vom 22.7.59, letztes Schreiben vom 31.7.62).

Meldung an den Bezirk Niederbayern/Oberpfalz am 22.10.1961:
Regen Badebetrieb am Anfang und Ende des Sommers, die Sommermitte fiel aus.
Die Ufer des Regens wurden entrümpelt, dabei Bettgestell entfernt.
Ein Mitglied sollte am Tauchlehrgang in Weiden teilnehmen, scheiterte aber am Widerstand der Mutter des Betreffenden, als sie das Tauchgerät erblickte.

Mit einer großangelegten Schauübung am Samstag um 14 Uhr bei der Fleischtorbrücke beschließt die WW ihre Arbeit in diesem Jahr. Es soll das Retten von Personen aus einem ins Wasser gestürzten Auto demonstriert werden. Das Schlauchboot wurde zu Wasser gelassen, die drei Taucher stiegen ein und näherten sich der Stelle, wo das Auto in den Fluten versunken war. Das heiß, so ganz richtig versunken war es leider nicht, denn natürlich war es nicht in den Fluß gestürzt, sondern ein Kranwagen der Bundeswehr hatte es liebevoll und sacht in den Regenfluß gesetzt. An der Stelle aber war das Flußbett nicht sehr tief. Die Taucher Smolarek, Ursula Vogel und ein weiterer Wasserwachtler tauchten aber trotzdem und bargen 2 lebensgroße Puppen. Eine gewisse Heiterkeit löste dabei unter den Zuschauern die makabre Tatsache aus, daß sich die eine Puppe bereits von einem ihrer Arme getrennt hatte, so daß die Einzelteile einzeln ins Schlauchboot wanderten (1964).

27. September 1965. Der Angler Emilio Galeta wurde am Samstag für eine 57 jährige Frau zum Lebensretter. Als er am Samstag Mittag in Regen angelte, verfing sich sein Blinker in den Kleidungsstücken einer Frau, die im Regen trieb. Das Rote Kreuz, das sofort zur Stelle war, konnte die Frau noch lebend ins Chamer Krankenhaus bringen (Leitartikel in der Bild-Zeitung).

Nasse Füße holte sich ein Freier aus Untertraubenbach in der Nacht vom 18.auf den 19. März 1970. Bei einem Schäferstündchen auf dem Floßhafen setzte sich sein Auto in Bewegung und fuhr in den Regen. Die beiden Insassen konnten sich retten.
Das junge Mädchen trocknete sich ihre Kleider in einer nahen Wirtschaft, schlief sich aus und verschwand unerkannt. Der Mann wurde in der Unterhose am Floßhafen aufgegriffen und ins Krankenhaus transportiert. Bei der Bergung des Fahrzeugs am anderen Tag durch den Wasserwachttaucher Walter Rubik und einem Kranwagen der Bundeswehr wurde im Wagen zuerst ein Schuh, dann ein Unterschenkel und schließlich ein ganzer Fuß sichtbar. Der gehörte aber nicht zu einem Ertrunkenen, sondern war die Beinprotese des nächtlichen Freiers, der sie mitsamt der Hose abstreifte und im Wagen zurücklies.

Froschmänner beim Frühschoppen in einem der ersten Häuser am Platze.
Bei der Hochzeit Waltraud und Josef Schall im Oktober 1977 standen die Mitglieder der Ortsgruppe im Taucheranzug Spalier. Anschließend gingen alle im Taucheranzug zum Frühschoppen in den Ratskeller, wo wir auch anstandslos bedient wurden.

Unverletzt blieb am Freitag ein 50 jähriger PKW-Fahrer bei einem spektakulären Unfall bei der Behelfsbrücke über den Regen. Von Michelsdorf kommend bog der Mann gegen 21.55 nicht nach links oder rechts ab, sondern fuhr geradeaus über die Böschung in den Regen. Auch hier endete die Fahrt noch nicht, denn der Fahrer lenkte sein Gefährt im ca. 60 cm tiefen Fluß noch gut 50 Meter in Richtung Neumühle.
Die WW und Feuerwehr halfen dem Mann schließlich aus seinem nassen Gefängnis und zogen den PKW ans Ufer (16.6.94). Bemerkung eines Feuerwehrlers: "wart´s no a wengel, sonst fahrt er euch im Regen drin noch zam".

Sie hingen über dem Geländer der Neumühlner Brücke und ihre Gesichter ebenfalls. Ein ganzes Schlauchboot voller Chamer Rekruten und eine Sorge, wo sind unsere Bräute geblieben. Die Rede ist von der Braut des Soldaten und ihrem Untergang.
So passiert am späten Nachmittag im Roßdimpfl. Ein Schlauchboottrupp der Chamer Kaserne auf Übungsfahrt hat die Tücken des Regens unterschätzt. Plötzlich ist das Boot quer gestanden. Der Mann hinten hat Übergewicht bekommen, ein Schrei, ein Plumps, der Mann kam wieder hoch, 2 Gewehre blieben unten. Ein Fall für die SEG-Taucher der Chamer WW unter Manfred Dietl.
Sechs Spezialisten, die sich an Seilen Zentimeter um Zentimeter durch die Fluten kämpften. Plötzlich taucht Franz Iglhaut auf, über sich ein Gewehr schwingend, wie Rambo aus den Fluten. Die Aktion ging glücklich aus, beide Gewehre wurden gefunden und anschließend einige Flaschen Sekt mit den glücklichen Soldaten geköpft (25.Mai 1992).

"Wir gehen bei jedem Wetter ins Wasser". 9 Chamer Wasserwachtler trainierten im Freibad unter dem Eis (9. Januar 1993). Der OG-Leiter verkündete leichtsinnigerweise: "Wenn einer ohne Anzug reingeht, zahle ich ein Faßl Bier". Das lies sich Tom Körner nicht zweimal sagen und unser Vorstand Reinhard Lesinski mußte zahlen.

Ein besonderer Alarm erreichte uns am Abend des 29. April 1995, als wir nach dem gelungen Jugend-Bezirks-Rettungsschwimmentscheid, der diesmal in Cham abgehalten wurde noch etwas zusammensaßen. In Windischbergerdorf verschanzte sich ein Amokschütze in seinem Haus und schoß auf alles, was sich bewegte.
Eine völlig Unbeteiligte wurde dabei tödlich getroffen. Norbert Titze rückte bereits um ca. 16.oo Uhr mit dem Rettungsdienst aus. Um 21.oo Uhr erreichte uns die Nachricht, über 100 Einsatzkräfte sind teilweise bereits seit Vormittag ohne Verpflegung unterwegs.
Da vom Schwimmwettbewerb noch Verpflegung vorhanden war, wurde kurzerhand die "Gulaschkanone" nochmals angekurbelt und alle Beteiligten mit warmen Essen versorgt. Als wir das Essen brachten, tauchten rechts und links aus der Dunkelheit Einsatzkräfte zum Essenfassen auf. Dankbare Gesichter von hungrigen Helfern waren ein schöner Lohn für uns.

Zu zwei Einsätzen, die uns besonders freuten und stolz machten, kam es im Sommer 1996.
Als das Freibad morgens öffnete stand ein Mann vor dem Eingang, der sofort die Wachstation der Wasserwacht aufsuchte. Er berichtete, daß er sich das Ohr ausputzen wollte, worin sich noch "Ohropax" befand, das dadurch so tief hinein rutschte, daß er es nicht mehr erreichte. Da er wußte, daß die Wasserwachtler gut ausgebildet sind, wird ihm hier auf jeden Fall geholfen. Ebenso erging es einem Badegast der sich am Satzdorfer Weiher eine Schnittverletzung zuzog. Da er wußte, daß die Erste-Hilfe-Station im Freibad immer besetzt ist, kam er hierher um sich helfen zu lassen.

Mittwochstreff

Mi Apr 25 @ 8:30PM - 10:45PM
Wasserwacht Garage
Mi Mai 02 @ 8:30PM - 10:45PM
Wasserwacht Garage
Mi Mai 09 @ 8:30PM - 10:45PM
Frühlingsfest

Veranstaltungen

Mi Mai 02 @ 1:00PM - 04:00PM
Maibaumaufstellen
Mi Mai 02 @ 6:00PM - 08:00PM
Training ohne Hallenbad
Mi Mai 09 @ 6:00PM - 08:00PM
Training ohne Hallenbad
Do Mai 10 @ 9:00AM - 10:00AM
Freibad - Öffnung
Fr Mai 11 @ 4:30PM - 08:30PM
EgUg
Sa Mai 12 @ 8:30AM - 05:00PM
EgUg
Sa Mai 19 @10:00AM - 02:00PM
EH Auffrischung II / IV
Sa Mai 26 @ 9:00AM - 12:30PM
Naturschutz
Sa Jun 02 @ 8:30AM - 05:00PM
EgUg
Fr Jun 08 @12:00AM
Lkr. Katastrophenschutzübung

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