Wasserwacht

Cham

Neue Wasserretter für die Wasserwachten im Landkreis

Nach insgesamt über 100 Unterrichtseinheiten legten am vergangenen Sonntag fünf Prüflinge aus der Wasserwachts Ortsgruppe Cham und ein Prüfling aus Kelheim erfolgreich die Prüfung zum Wasserretter im Wasserrettungsdienst ab. Die neu ausgebildeten Jugendlichen sind nach der Ausbildung, welche sich von Juni bis September auf vier Module verteilt hat, für den aktiven Einsatzdienst bereit. Die Grundlage für den wasserwachtsspezifischen Teil bildet eine medizinische Grund- und Fachausbildung, die zusammen mit den Bereitschaften und dem Jugendrotkreuz absolviert wird. Ein weiteres Modul beinhaltet die Grundkenntnisse der Wasserrettung mit Knotenkunde, Rettung mit dem Motorrettungsboot, die Versorgung eines verunfallten Tauchers sowie die Krankheitsbilder dazu. Die Grundkenntnisse der Eisrettung oder aber auch einsatztaktisches Wissen wurde in Cham am Fluss Regen und am Perlsee in Waldmünchen durch die Ausbilder Thomas Mauersberger und Michael Amann vermittelt.

 

Fließwasser lesen und verstehen, Gefahren erkennen und darin schwimmen war der Inhalt eines weiteren Moduls, welches in Kelheim stattfand. Im letzten Ausbildungsabschnitt wurde die Rettung an Örtlichkeiten thematisiert, die man mit einem Motorboot nicht erreichen kann, hierzu wurde mit dem Raftboot trainiert. Dabei mussten die angehenden Wasserretter lernen, dass schnelles und gerades vorankommen gar nicht so einfach ist. Auch hier zeigte sich wie auch bei allen anderen Übungseinheiten, wie wichtig es ist, ein Team zu sein und Vertrauen zu den weiteren Helfern herzustellen. Ebenso wurden verschiedene Seiltechniken aufgebaut, um Personen beispielsweise von einem Wehr zu retten. Bei der Nachtübung am vergangenen Samstag stand ungewohntes Arbeiten auf dem Plan: Zu bewältigen waren unter anderem eine Suche von Vermissten oder das zielgenaue Werfen von Wurfsäcken zu vorbeitreibenden Personen, aber auch das Schwimmen bei Dunkelheit wurde geübt. Bei der Prüfung musste jedes Team drei real gestaltete Fallbeispiele abarbeiten. Es musste ein Taucher oder eine leblose Person mit einem Boot aus dem Wasser gerettet werden, die dann auch reanimiert werden musste. Die letzte Aufgabe war sehr komplex und musste mit hohem medizinischem Fachwissen durchgeführt werden: Eine gestürzte Person musste an Land mit Schienen und Verbänden versorgt werden, zudem musste darauf geachtet werden, dass nicht durch unsachgemäßes Arbeiten dem Verletzten noch weiterer Schaden zugefügt wird. Zum Transport wurde der Patient achsengerecht auf einer Trage zur Schonung der Wirbelsäule fixiert. Der Transport zum vereinbarten Treffpunkt erfolgte mit dem Boot, an dem auch der über Funk alarmierte Rettungsdienst bereits wartete und eine fundierte Übergabe bekam. Zu guter Letzt mussten die Rettungsdienstler dann bei der weiteren Behandlung unterstützt werden. Der Lehrgang wurde am Sonntag im Rahmen einer Abschlussfeier beim Bäckerwirt in Chamerau, zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Dr. Hans Schneider und dem Sachgebietsleiter Stefan Raab, welche die Grüße vom Kreisverband Cham übermittelten, beendet. Nachdem alle Teilnehmer den Lehrgang mit Bravour bestanden haben, erhielten sie kleine Präsente, eine Brotzeit und die ersehnte Urkunde.

 

Veranstaltungen

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